26.11.2019 12:44 Alter: 11 days

Ein Traktor für alle Fälle

Seit diesem Juli ist der Sportverein TuS Lübeck stolzer Besitzer eines nagelneuen Rasentraktors. Die kostspielige Anschaffung konnte mithilfe der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung realisiert werden – und beeindruckt seitdem als echtes Allroundtalent.


Der Lieferung im Sommer ging allerdings eine längere Phase des Suchens und Abwägens voraus, wie Friedel Schrader (Foto li.), Vorsitzender des TuS Lübeck, erzählt. Man habe mehrere Traktoren verschiedener Hersteller miteinander verglichen, ehe die endgültige Entscheidung schließlich auf einem „Aktionstag für Hilfsmaschinen“ des Landessportverbandes Schleswig-Holstein gefallen sei. „Bei unserem jetzigen Modell stimmt einfach alles: Der Traktor überzeugt aus praktischer, funktionaler und nachhaltiger Sicht“, freut sich Schrader.

Intensive Kunstrasenpflege
Doch was macht den Rasentraktor eigentlich so wertvoll für den Sportverein? Schrader erklärt, dass die Anschaffung aufgrund des neuen Kunstrasenplatzes notwendig gewesen sei. Dieser bedürfe einer intensiven Pflege, die Nutzungsfrequenz sei enorm – sowohl die Fußballer, die Handballer, die Leichtathleten als auch die Rugbyspieler seien alle regelmäßig auf dem neuen Grün anzutreffen. Die Folge: Die Kunstrasenfasern treten sich runter, das verwendete Kork muss gelockert und neu verteilt werden. Geschieht dies nicht, reduziert sich die Lebensdauer einer solchen Anlage von 15 auf nur noch acht bis zehn Jahre.

An dieser Stelle kommt nun der neue Rasentraktor ins Spiel: Seine erklärte Hauptaufgabe ist es, zwei Mal die Woche eben jenen Kork wiederaufzubereiten. Dafür nutzt Geschäftsführer Sören Manthey, Verantwortlicher für die Kunstrasenpflege, eine Schleppbesen-Vorrichtung, die „bis in jede Ecke“ komme. Der Vorgang dauere im Schnitt etwas über eine Stunde und sei eine „gelungene Abwechslung zum Büroalltag“, so Manthey.

Leuchtende Kinderaugen
Doch damit nicht genug: Neben der Kunstrasenpflege hat sich der neue Traktor auch auf anderen Gebieten bezahlt gemacht. Mit dem integrierten Mähwerk werde regelmäßig der Naturrasen auf der 50.000 m² großen Vereinsanlage gestutzt, mit der Frontkehrmaschine werde Laub beseitigt. Schrader erhofft sich zudem noch die Anschaffung eines Frontschneeschiebers. Denn: Eine saubere Anlage, die super in Schuss sei, sei immer auch „Aushängeschild für den Verein“.

Nicht zuletzt freue er sich auch riesig darüber, wie gut der Traktor bei den Kindern ankomme: „Unsere grüne Wunderwaffe sorgt regelmäßig für leuchtende Kinderaugen. Einige Kinder fühlen sich fast an einen Bauernhof erinnert.“ Auch aufgrund dieser Resonanz sei Schrader „glücklich und dankbar“, dass die Sparkassenstiftung die Anschaffung des Traktors ermöglicht habe. Denn auch die tollste Kunstrasenanlage sei nichts wert, wenn es keine Maschinen zur Pflege gäbe, resümiert Schrader abschließend.