22.09.2021 12:08 Alter: 24 days

Rund 7.000 Euro für Bildung, Sport und Soziales: Kinder- und Jugendjury fördert vier Projekte

Sich einbringen, diskutieren und für andere stark machen. Genau das machen die zehn Mitglieder der Kinder- und Jugendjury der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck seit knapp zehn Monaten. Am 2. September 2021 fand die dritte Entscheidungssitzung der jungen Jury statt. Das Besondere war, dass auch die Projektpartner vor Ort waren, um ihre Förderanträge persönlich vorzustellen.


Nachdem die ersten beiden Treffen nur digital stattgefunden haben, konnte die zehnköpfige Kinder- und Jugendjury sich zu ihrer dritten Entscheidungssitzung endlich in Präsenz treffen. Insgesamt vier Anträge wurden bei der Jury eingereicht, über die sie im Rahmen ihres eigenen Budgets eigenständig entscheiden durften. Mit vor Ort waren Alexandra Pump von der Vorwerker Diakonie, Fußballer Dirk Balk vom FC Dornbreite sowie Miriam Goudsouzian und zwei Kinder des Mädchentreffs vom Verein Mixed Pickles. Sie alle waren gekommen, um den Kindern und Jugendlichen ihre gemeinnützige Arbeit vorzustellen und ihr Förderanliegen zu präsentieren. Bevor es in die Antragsberatung ging, konnte die Jury die Chance nutzen und Fragen stellen.

Am Entscheidungstisch sind die Kinder mittlerweile gut eingespielt: Sie diskutieren, wägen das Für und Wider ab und entscheiden solidarisch. Sprecher Ferdinand Loges (15) fasste den ersten Antrag noch einmal für alle zusammen. Es ging um die Anschaffung von Fahrzeugen zur Pausengestaltung an der Paul-Burwick-Schule, einem Förderzentrum für Kinder mit Behinderungen. Alle waren sich einig darüber, dass dieser Antrag gefördert werden soll. „Ich finde es toll, dass Menschen mit Handicap das Lernen erleichtert wird. Für sie sind lange Pause wichtig und die sollten Spaß machen“, urteilte Magnus Hoener (15). Der Antrag wurde einstimmig in voller Höhe bewilligt. Dirk Balk vom FC Dornbreite bat die Kinder um die Förderung einer Erste-Hilfe-Station. Vor einige Jahren sackte einer seiner Mannschaftskameraden bei einem Liga-Spiel plötzlich neben ihm zusammen und verstarb. Mit einer Erste-Hilfe-Station und Defibrillator seien die Überlebenschancen wesentlich höher. Das beigelegte Angebot zeigte den Kindern, was die Station alles beinhaltet. „Sollten wir wirklich die Acrylglasscheibe für 1.200 Euro fördern?“, warf Levi Schoeneich (15) ein. Hier gingen die Meinungen auseinander. Letztlich wurde mit einer knappen Mehrheit für die vollständige Förderung samt Scheibe gestimmt. Ganz zur Freude des Fußballvereins.

Nachdem auch die anderen Anträge diskutiert wurden, endet die Sitzung nach zwei Stunden. Ferdinand Loges zog ein positives Fazit: „Von einer Wanderausstellung zu sexuellem Missbrauch über Hilfe für junge Menschen mit Beeinträchtigungen bis hin zu Erster Hilfe im Sport war heute alles dabei. Das waren wichtige Themen.“