25.04.2022 17:29 Alter: 28 days

Klima-Check gewinnen!

Ihr Verein gibt zu viel Geld für Strom und Wärme aus? Ihre gemeinnützige Organisation ist auf der Suche nach versteckten Stromfressern? Sie wollen die Entwicklung der erneuerbaren Energien vorantreiben?


Frank Schumacher, Vorstandsvorsitzender der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung, und Ralf Giercke, Vorstand der BürgerEnergie Lübeck eG, stellen die Klima-Checks vor

Gewinnen Sie einen von zehn Klima-Checks im Wert von 500 Euro, die erstmals von der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck in Kooperation mit der BürgerEnergie Lübeck eG vergeben werden. Bewerben können sich gemeinnützige Organisationen und Vereine sowie Kirchengemeinden aus Lübeck. Die glücklichen Gewinner werden per Losverfahren ermittelt und erhalten die Möglichkeit, CO2 und Energiekosten einzusparen. Die Ergebnisse werden am Jahresende im Rahmen einer größeren Informationsveranstaltung vorgestellt. Die Klima-Check-Bewerbungen können bis zum 15. Juni über das Bewerbungsformular eingereicht werden.

Dringender Handlungsbedarf

Nach der erfolgreichen Premiere des Klimaschutzpreises im vergangenen Jahr setzt die Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck mit der Ausschreibung von zehn Klima-Checks jetzt das nächste wichtige Umweltprojekt um. Im Rahmen eines Klima-Checks werden sämtliche Energieverbräuche und -flüsse in einem Gebäude gemessen und bewertet – von der Steckdose über die Beleuchtung bis hin zum Wasserkocher. „Gerade in Gebäuden besteht ein hohes Energieeinsparpotenzial. Hiervon profitiert in Zeiten explodierender Energiepreise nicht nur unser Geldbeutel, sondern vor allem auch unsere Gesundheit und das Klima“, betont Frank Schumacher, Vorstandsvorsitzender der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck. Tatsächlich stammt ein Drittel der gesamten CO2-Emissionen allein aus dem Gebäudebereich. Soll das ambitionierte Regierungsziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 erreicht werden, besteht hier dringender Handlungsbedarf. Auch der Ukraine-Krieg macht gerade deutlicher denn je, wie wichtig der Umstieg auf die erneuerbaren Energien ist. „Mit den Klima-Checks können auch solche Organisationen und Vereine erreicht werden, denen ansonsten Zugang, Zeit und Expertise zum Klima- und Umweltschutz fehlen“, ergänzt Ralf Giercke, Vorstandsmitglied der BürgerEnergie Lübeck eG. Die Erfahrung zeigt, dass z.B. Sportvereine sehr davon profitieren. Allein mit der Umstellung auf LED-Beleuchtung lassen sich die Energiekosten um bis zu 60 Prozent reduzieren.

Wie funktioniert der Klima-Check?

Die Gewinner ernennen sogenannte „Klimabeauftragte“, die von Vertretern der BürgerEnergie Lübeck eG innerhalb weniger Stunden geschult werden. Anschließend messen die Klimabeauftragten mit Strom- und Temperaturmessgeräten den Energieverbrauch aller Vereins- bzw. Organisations- oder Kirchenräume. Der Zeitaufwand pro Raum beträgt maximal eine Stunde. Auch das Mobilitätsverhalten wird dokumentiert. Danach werden die Ergebnisse an die BürgerEnergie Lübeck eG geschickt, die diese auswertet. Gemeinsam werden dann Vorschläge zu Verhaltensänderungen und möglichen Investitionsmaßnahmen erarbeitet. Dabei geht es nicht nur um die Frage, wie viel Geld eingespart werden kann, sondern auch um die mögliche CO2-Einsparmenge. „Im besten Fall entsteht eine Zukunftsvision mit dem Ziel der Klimaneutralität“, erläutert Schumacher. Die Gewinner profitieren auf mehreren Ebenen:  Neben Wissenserwerb und Bewusstseinsschärfung in Sachen Energieeffizienz setzen sie sich aktiv gegen den Klimawandel ein. Dafür sorgen ein verändertes Verhalten und die möglichen Investitionen in umweltfreundliche Maßnahmen wie Stecker-Solar-Anlagen, Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Wärmepumpen, die letztlich zu einer Kostenersparnis führen.

Wer kann sich bewerben?

Bewerben können sich Institutionen in privater Trägerschaft wie gemeinnützige Organisationen und Vereine, die gerne etwas verändern und bewegen möchten. Konkret können dies z.B. Kitas, Privatschulen, Jugendtreffs, Studentenverbände, Sportvereine, Pfadfindergruppen oder auch Gemeinschaftshäuser sein. Auch Kirchengemeinden sind gefragt. „Uns ist wichtig, dass die Bewerber ein Gebäude nutzen, über das sie selbst entscheiden dürfen. Nur dann können die erarbeiteten Klimaschutz-Maßnahmen auch wirklich umgesetzt werden“, erklärt Giercke. Daneben spielt die Motivation eine große Rolle – und eben die Bereitschaft, Klimabeauftragte zu stellen. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, braucht es jetzt nur noch das berühmte Quäntchen Glück, um aus dem Losverfahren als Sieger hervorzugehen.

Informationsveranstaltung im Oktober

Nach der Bekanntgabe der Gewinner im Juli und der anschließenden Durchführung der Klima-Checks in den Sommermonaten sollen die Ergebnisse Ende Oktober auf einer größeren Informationsveranstaltung präsentiert werden. Angedacht ist die Vorstellung der zehn Gewinner-Gebäude mit jeweils unterschiedlicher thematischer Schwerpunktsetzung. Eindrucksvoll ist das Beispiel der Kirchengemeinde Kücknitz, wo bereits ein Klima-Check durchgeführt wurde. Hier wurde ein Einsparpotenzial von bis zu 80 Prozent errechnet, sofern auf große Leuchtstrahler, Ölheizung und veraltete Teeküche verzichtet wird. Dies entspricht mehreren Tausend Euro im Jahr.

Klima-Check-Bewerbungen können bis zum 15. Juni über das Bewerbungsformular eingereicht werden. Wir freuen uns über Ihr Engagement!